Donnerstag, 26. July 2012

Til Biermann Autor: Til Biermann

Augustiner bei Don Adele

Immer im Blick: Das „Café Journale“ aus den Räumen des Axel-Springer-Hochhauses

– Foto: Til Biermann


Ganz am Ende der Oranienstraße an der Ecke zur Lindenstraße liegt das „Café Journale“. Hier bewirtet der aus Nordafrika stammende Wirt Adel, genannt „der Messerstecher“, seit Jahren Gäste mit fettigem Essen und günstigem Bier.

Die Kneipe ist so etwas wie der inoffizielle Nachkonferenzraum des Springerhochhauses. Wenn alle Druckfahnen belichtet, alle Texte online gestellt sind, macht sich eine treue Schar von Redakteuren und Fotospezialisten jeden Tag auf den Weg in die „heiligen Hallen“ von Don Adele.

Die Lage ist so top, direkt am Verlag, dass das mittelmäßige Essen billigend in Kauf genommen wird. Auch die Journalistenschüler der Axel Springer Akademie feiern hier unter dem Einfluss von bayerischem Augustiner-Bier halbjährlich Bondingwochen.

Passend zu seiner Stammkundschaft hat der Kneipier auch die Speisekarte gestaltet: Gäste können etwa zwischen dem „dpa-Menü“ (Nudeln mit Shrimps), dem „BILD-Teller“ (Rinderfilét mit Pommes) oder dem „El Mundo“ (Schwein mit Cognacsoße) wählen.

Warum Adel „der Messerstecher“ genannt wird, liegt im Reich der Legenden, aber man munkelt, es habe etwas mit einem Messer zu tun, ihm jedenfalls goutiert der Name nicht.

Eine besondere Attraktion ist auch der Elektrokasten, der auf dem Trottoir vor dem Café Journale sein Dasein fristet. Oft spuckt dieser Kasten Rauch aus, keiner weiß genau warum, aber Adel beschwichtigt: „Das macht der schon seit einem Jahr, noch ein Bier?“
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