Donnerstag, 08. November 2012

Familientragödie über Max und Moritz

Rettungs- und Sicherheitskräfte vor dem Tatort in der Oranienstraße 162

– Foto: Victor Reichardt


Während im Restaurant Max und Moritz die Gäste fröhlich den Abend genießen, kommt es im dritten Stock des Mehrfamilienhauses der Oranienstraße 162 zu einer blutigen Tragödie.
Ein 40-jähriger Mann erschießt zunächst seine Ehefrau (39) und versucht sich dann selbst zu richten. Rettungskräfte bringen ihn noch ins nahgelegene Vivantes Krankenhaus am Urban, wo er später seinen schweren Verletzungen erliegt. Nach ersten Erkenntnissen soll es zwischen den Eheleuten zuvor zu einem Streit gekommen sein, gegen 22 Uhr nehmen Anwohner dann Schüsse wahr, verständigen die Polizei. Wie der Tagesspiegel berichtet, soll sich nach Angaben verschiedener Nachbarn das Paar in der Vergangenheit häufiger darüber gestritten haben, ob es in die Türkei in die Gegend von Kayseri zurückkehren soll.

Vor dem mehrstöckigen Altbau versammelten sich gleich nach der Tat zahlreiche Angehörige und Freunde der Familie, Seelsorger wurden zum Tatort hinzugerufen. Die Polizei sperrte die Oranienstraße zwischen Oranienplatz und Luckauer Straße weiträumig ab, die Buslinie M29 musste zeitweise umgeleitet werden
Eine Polizistin sichert den Tatort
Eine Polizistin sichert den Tatort

– Foto: Victor Reichardt


Am Tatort trafen Ermittler auch auf drei weitere Personen (10,12,18 Jahre alt). Ob sie direkt Zeugen der Tat wurden und ob es sich um Verwandte der beiden Toten handelt, ist bisher unklar. Nach Medienberichten sollen sie nun zunächst bei Verwandten untergekommen sein. Bis in die frühen Morgenstunden untersuchten Ermittler den Tatort, sicherten Spuren.
Feuerwehrleute bringen den schwerverletzten Mann aus der Wohnung. Er verstirbt später im Krankenhaus

– Foto: Victor Reichardt


"Die Tatortarbeit ist eingestellt", so ein Sprecher der Berliner Polizei. Die Mordkommission des Landeskriminalamts ermittelt. Zunächst wolle man den genauen Tathergang rekonstruieren und klären, weshalb der Mann im Besitz einer Schusswaffe war. Die Staatsanwaltschaft müsse zudem klären, ob und wann die Leichen obduziert werden.
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