Samstag, 15. September 2012

Ja, wir sind Kreuzberg

"Wir sind Kreuzberg"-Aufkleber – Foto: Matthias Bannert



Die steigenden Mieten werden zunehmend ein Problem in Kreuzberg. Mit der Initiative "Wir sind Kreuzberg" wird mit Aufklebern auf die Situation aufmerksam gemacht.

Bei ZOOM BERLIN haben wir schon berichtetet. Die Bewohner, auch die der Oranienstraße, fürchten, dass die gerade in Kreuzberg stark steigenden Mietpreise die Bevölkerungsstruktur im Kiez verändern werden. Die Immobilienangebote zielen immer öfter auf einkommensstarke Gesellschaftsschichten ab. Der Kiez ist beliebt und wird immer schicker.

Diesen Aufkleber habe ich auf der Geldschale in einem Späti auf der Oranienstraße entdeckt. Die O-Straßler kämpfen für ihren Kiez.

Werden auf der Oranienstraße also bald nur noch Reiche wohnen? Nein, nicht ganz. Wer den Artikel bei ZOOM BERLIN gelesen hat, weiß: Man muss diese Straße von Kreuzberg isoliert betrachten. Stadtentwicklungsexperte Sigmar Gude, vom Planungsbüro Topos, sagte: "Die Bewohner der Oranienstraße haben kaum Möglichkeiten, in andere Stadtteile auszuweichen. Das wird soziale Veränderungsprozesse wie Gentrifizierung behindern."

Der Stadt-Forscher begründet seine These so: "Die Mieten werden nicht konstant bleiben, sondern stetig steigen. Allerdings werden die Kosten in den umliegenden Teilen Kreuzbergs und den anderen Bezirken noch stärker steigen. Die Straße aus finanziellen Gründen zu verlassen, lohnt sich daher nicht."

Dennoch: Die Bürger haben Angst - denn sie sind Kreuzberg. Werden es aber auch bleiben.

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