Dienstag, 12. Juni 2012

Temporäre Kunst im Schaufenster

Fiete Stolte vor seinem Werk "Projection"
Fiete Stolte vor seinem Werk "Projection" - Foto: Benjamin Doerfel



Seit den 80er Jahren bietet „SOX“ Künstlern einen begehrten Ausstellungsort, nämlich mitten auf der Oranienstraße – in einem Schaufenster. Ab heute ist das Werk „Projection“ des Künstlers Fiete Stolte fast sieben Wochen für jeden Passanten zu sehen.

„Das SOX in der Oranienstraße ist immer eine Irritation. Man weiß nicht so recht, was es ist“, sagt Fiete Stolte, während er mit Freunden und Kollegen zur Eröffnung seines Werkes vor der öffentlichen Vitrine steht. Das Schaufenster ist 225 Zentimeter hoch und 300 Zentimeter breit, groß genug, um „Projection“ auszustellen. „Ich hatte diese Arbeit im Kopf und gedacht, dass sie hier gut passen würde, weil es eben so eine Display-Situation ist“, sagt Stolte.

corner Es ist ein Spiel von Flächigkeit und Räumlichkeit – Fiete Stolte play AudioCite1


Keine Erklärung: Das Werk steht für sich



Die ergänzende Skizze zum Werk
Die ergänzende Skizze zum Werk

„Projection“ soll als Zusammenspiel mit einer Skizze fungieren, die neben dem Werk steht. Eine große Texttafel, die das Werk erklärt, gibt es nicht. Die Irritation gehört dazu.
Jetzt zur Eröffnung steht Stolte Besuchern für Fragen zur Verfügung, danach soll das Werk auch selbstständig wirken.

Fiete Stolte ist 1979 in Berlin geboren, hier aufgewachsen und hat auch hier Kunst studiert. Seit neun Jahren hat er ein eigenes Atelier in Wedding. In der Galerie „Sassa Trülzsch“ stellt er regelmäßig seine Kunst aus.

Sisyphusarbeit als Motivationshilfe



Seinen eigenen künstlerischen Prozess sieht er als „Sisyphusarbeit im positiven Sinn“. Der 32-Jährige setzt sich durchaus auch Ziele, „aber wenn man das Ziel dann erreicht hat, sollte man nicht stoppen, sondern weitermachen und sich neue Ziele setzen“, erklärt Stolte.

Bis zum 28. Juli wird sein Werk „Projection“ noch in der Oranienstraße 175 zu sehen sein. Große Erwartungen an das Projekt hat er jedoch nicht. „Es ist einfach eine Möglichkeit, diese Arbeit zu zeigen und auszustellen“, sagt Stolte.
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